Milde Winter mit hohen Niederschlägen sorgen dafür, dass der Rasen vielerorts weiter wächst. Gleichzeitig steigt durch die dauerhafte Feuchtigkeit das Risiko für Moos, Pilzkrankheiten und Bodenverdichtungen. Wer jetzt die richtigen Maßnahmen ergreift, schafft die ideale Grundlage für einen dichten, belastbaren Rasen im Frühjahr.
Gerade für anspruchsvolle private Rasenbesitzer ist die richtige Pflege in dieser Phase entscheidend.
Rasen mähen im Winter – was ist erlaubt?
Solange der Rasen wächst, darf grundsätzlich gemäht werden. Wichtig ist jedoch die Wahl des richtigen Zeitpunkts. Gemäht werden sollte ausschließlich bei frostfreiem Wetter, möglichst trockenem Boden und milden Temperaturen. Nur so können sich die Schnittflächen schnell schließen.
Nasse oder schmierige Böden sollten unbedingt gemieden werden, da hier schnell Bodenverdichtungen entstehen und die Grasnarbe dauerhaft geschädigt werden kann.
Düngen im Winter: Weniger ist mehr
Auch bei milden Temperaturen ist der Stoffwechsel der Gräser im Winter stark eingeschränkt, da die Sonneneinstrahlung gering ist. Eine klassische Stickstoffdüngung ist in dieser Zeit daher meist nicht sinnvoll.
Stattdessen können flüssige Biostimulanzien wie Aminosäuren, Kohlenhydrate oder Algenextrakte eingesetzt werden, um die Gräser schonend zu unterstützen. Liegt der pH-Wert im sauren Bereich, ist jetzt ein guter Zeitpunkt für eine Kalkung. Kaliumhaltige Dünger oder Kalimagnesia stärken zusätzlich die Widerstandskraft des Rasens.
Eine ausgewogene Nährstoffbilanz ist dabei entscheidend. Geringe Eisengaben können vorbeugend gegen Moos und Pilzerkrankungen wirken.
Bodenanalyse: Die Basis jeder erfolgreichen Rasenpflege
Vor jeder Düngemaßnahme empfiehlt sich eine Bodenanalyse. Nur mit einer regelmäßigen Bodenprobe (alle zwei bis drei Jahre) lassen sich Nährstoffe gezielt und bedarfsgerecht ausbringen. So werden Überversorgungen vermieden, die die Aufnahme anderer Nährstoffe blockieren können, und Mangelerscheinungen rechtzeitig erkannt.
Verdichtungen erkennen und gezielt beheben
Ein nasser Winter macht Bodenprobleme besonders sichtbar. Staunässe und dauerhaft feuchte Bereiche deuten häufig auf Verdichtungen im Boden hin. Sobald der Untergrund ausreichend abgetrocknet ist, sollten diese Stellen gezielt bearbeitet werden.
Für anspruchsvolle private Anwender bieten sich hier mechanische Maßnahmen wie Aerifizieren, Tiefenlockern oder das Nacharbeiten mit einem Rasenrakel an. Dadurch wird der Boden belüftet, die Wasserinfiltration verbessert und die Wurzelentwicklung nachhaltig gefördert.
Rasen schonen – gerade im Winter
Der Rasen sollte in den Wintermonaten möglichst wenig betreten werden. Bei Frost ist das Betreten vollständig zu vermeiden, da die gefrorenen Grashalme leicht brechen und die Grasnarbe langfristig Schaden nimmt.
Fazit: Mit der richtigen Vorbereitung zum perfekten Rasen
Wer seinen Rasen auch im Winter aufmerksam beobachtet und gezielt pflegt, legt den Grundstein für eine gesunde und dichte Rasenfläche im Frühjahr. Hochwertige Werkzeuge wie Aerifizierer, Tiefenlockerer und Rasenrakel ermöglichen es anspruchsvollen privaten Anwendern, professionelle Ergebnisse im eigenen Garten zu erzielen.